Das riesige Lavameer und die über 30 größeren
Krater, die während dieses enormen Erdkrustenbruchs
entstanden, legen beredtes Zeugnis für die Gewaltigkeit
und Intensität dieses Ausbruchs ab.
Die 51,07 Quadratkilometer
große Fläche des Parks ist eine reichhaltige
Ansammlung von Gebilden und Materialien der unterschiedlichsten
Formen und Farben, von denen besonders hervorzuheben
sind: die beeindruckenden größeren Kegel
von bizarrer Struktur; die unzähligen kleinen Vulkane,
entstanden durch das gewaltsame Entweichen der Gase,
die sich im Innern der glühenden Lava angestaut
hatten; die chaotischen Lavafelder mit ihren Schlackenfragmenten
und bauchigem Schotter; die weiten Ebenen von plutonischem
Gestein.
Die Vegetation ist gering
und befindet sich noch im Anfangsstadium. Verblüffend
ist das Vorhandensein der Binse Juncus acutus L:
es scheint paradox, sie hier in diesem verbrannten Boden,
der offensichtlich kein Wasser enthält, sprießen
zu sehen. Sehr wichtig sind die auf dem Gestein wachsenden
Flechten in den unterschiedlichsten Farbschattierungen,
von denen bereits über 200 verschiedene Arten erfasst
wurden.
Was die Fauna betrifft, so
sind ein paar Arten kleiner Eidechsen und verschiedene
innerhalb des Naturparks nistende Vogelarten zu nennen.
Das Zentrum des Parks ist
eine überraschende Anhäufung losen
Vulkanitgesteins, Islote de Hilario genannt.
Die volkstümliche Gestalt Don Hilario hat diesen
Platz vor Jahren in Besitz genommen und so seinen Namen
geprägt. Auf der Kuppe wurde ein Restaurant in
kühner moderner Linienführung mit herrlichem
Ausblick erbaut, das bezeichnenderweise den Namen El
Diablo (Der Teufel) erhielt, und in dem mit den
dort ausströmenden heißen Gasen des Vulkans
gekocht wird.
Unter diesem beunruhigenden Hügel
dürfte sich in nicht allzu großer Tiefe ein
Rest Magma befinden, deren Gase eine intensive geothermische
Hitze ausstrahlen, durch die dieser Naturpark Weltberühmtheit
erlangt hat. Sie ist schon bei leichtem
Graben einwandfrei festzustellen: in weniger als einem
Meter Tiefe herrschen schon 100°C - und bei 10 Metern
sind es bereits über 400°C. |