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Geschichte von Fuerteventura
Die zweitgrößte der Kanarischen
Inseln mit 1.732 km² entstand fast gleichzeitig mit Lanzarote vor ca. 16 - 20 Mio. Jahren. Jahrmillionen von Jahren Erosion gaben Fuerteventura ihr heutiges Aussehen. Zwischen den Bergen macht sich eine mit Steinen übersäte
Halbwüste breit. Im Gegensatz zu Lanzarote gab es keine nennenswerte vulkanische
Aktivität mehr in der Neuzeit. Im Laufe der Geschichte haben zahlreiche Theorien
versucht, den Ursprung zu erklären. Überlieferungen asiatischer Urvölker,
von deren Legenden uns Plato berichtet, berichten vom sagenhaften Kontinent Atlantis:
davon sollen die Kanarischen Inseln, Madeira und die Azoren die höchsten
Gipfel und einzigen Überreste sein. Weiterhin findet man hier das Museo de Arto Sacro, das Museum für kirchliche Kunst. Hier kann man verschiedene Skulpturen und klerikale Gewänder, sowie das Eroberungsbanner Fuerteventuras besichtigen. An der Durchgangsstraße befindet sich die Casa Museo de Betancuria. Dieses "Heimatmuseum" zeigt eine schöne Sammlung an Hausrat und Gerätschaften, sowie die größte Sammlung vorspanischer Exponate auf der gesamten Insel. Die beiden Kanonen vor dem Haus sind Beutestücke aus der Schlacht von Tiscamanita 1740, als man einen britischen Eroberungsversuch zurückschlug. Sehenswert ist außerdem die Ruine des Convento de Buenaventura. Dieses ehemalige Franziskanerkloster wurde vor ein paar Jahren renoviert und die Ruine strahlt eine angenehme Ruhe aus. Sieben Mönche haben von hier aus Fuerteventura missioniert. Bereits im Jahr 1416 kamen sie auf die Insel und begannen sofort mit dem Bau des Konvents, das 1835 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst wurde und der Gemeinde lange als Steinbruch gedient hat. Alle wertvollen Gegenstände und auch die sehr schöne Mudéjar-Decke wurden seinerzeit entweder verkauft oder in andere Kirchen geschafft. Oberhalb von Betancuria an der Montana Tegú wurde im letzten Jahr ein Mirador gebaut, von dem man einen herrlichen Ausblick auf das Inselinnere hat. Das Bauwerk ist entworfen und im Bau noch überwacht worden von César Manrique, dem bekannten Architekten und Landschaftsgestalter von Lanzarote.
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