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Die Kanarische Insel Gran Canaria

Original von: www.immo7.com

Fakten:
Größe: 1.553 km²
Einwohner: ca. 464.000
Hauptstadt: Las Palmas


Gran Canaria, auch "der kleine Kontinent" genannt, besticht durch seine Dünen, Strände, Fischerorte, Höhlendörfer, Berge und engen Täler. Mit gut 16 Millionen Jahren ist die Insel die drittälteste des kanarischen Archipels. Genau in der Mitte wird sie vom 1.949 m hohen Pico de las Nieves überragt, dem höchsten Punkt der Cumbre, der zentralen Gebirgsregion. Von hier aus führen Barrancos (Schluchten), Erosionstäler, sternförmig zu den Küsten. Sie sind im Süden und Westen schroff und steil, im Osten meist flacher abfallend und laufen im Norden terrassenartig in die Küstenebene aus.

Calderas, kesselförmige Krater, erinnern an die vulkanaktive Zeit Gran Canarias, die aber schon lange vorbei ist. Eindrucksvoll ist die Caldera de Bandama zwischen Telde und Las Palmas. Stauseen - Embalses oder Presas - im Hochland sind für die Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung. Rasch wechselt mit zunehmender Höhe die Vegetation. Kakteen, Orangen- und Bananenplantagen weichen, Maulbeer- und Feigenbäume, Pappeln und Eukalyptus säumen die Straßen. Auf 1.500 m Höhe werden Äpfel und Birnen geerntet. Im Frühjahr taucht blühender Ginster die Cumbre in leuchtendes Gelb. Und schon ab Mitte Januar umgibt die Mandelblüte die Dörfer Tejeda, Ayacata und Valsequillo mit einem weißen Blütenmeer - wenn es genug geregnet hat, denn Wassermangel ist mehr denn je das Hauptproblem der Insel. Weite Strände säumten den Nordosten der Insel. Ein munterer Fluss strömte der Küste dort entgegen, wo heute die Viertel Vegueta und Triana aufeinander treffen. Ungeachtet der drei Millionen Urlauber, die hier jedes Jahr Wärme und Erholung suchen, hat Gran Canaria seinen ländlichen, mediterranen Charme eindeutig bewahrt.
Zu herrlich sind die Strände und die einmalige Dünenlandschaft, zu beständig das schöne Wetter, zu ideal die Lage zwischen blitzblauem Meer und den sich dahinter auftürmenden Bergen. Doch wie auch auf Teneriffa, sind viele Besucher nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen Gando geschockt von der Kargheit des Inselsüdens. Heruntergekommene, staubige Siedlungen, staubige Straßen, staubige Felder und verfallene Plantagen, staubige Luft über Geröllhalden - auf der Fahrt zum Playa del Inglés, dort, wo die meisten ihre Ferien verbringen zeigt ihnen die Landschaft, was es bedeutet, 350 Tage im Jahr brennender Sonne ausgesetzt zu sein. Stattdessen nimmt der Blütenzauber der Ferienorte, der nur dank aufwendiger Bewässerung existieren kann, die Ankömmlinge gefangen. Viele verlassen diesen Teil der Insel während ihres Urlaubs nie. Kilometerlange, feine Sandstrände, Sportanlagen, Funparks, Einkaufszentren, Restaurants, Diskotheken und ein Kasino lassen keine Minute Langeweile aufkommen. Das stets warme Klima, das Gran Canaria das ganze Jahr über zu einem besonders beliebten Reiseziel macht verleitet dazu zu bleiben, wo es einem gut geht. Doch wer auf der Serpentinenstraße entlang der schroffen Westküste zwischen Himmel und Erde zu schweben scheint, wer nach langer Wanderung die paradiesischen Güigüí - Strände entdeckt, wer sich an einem der romantisch gelegenen Stauseen zum Picknick niederlässt, kann die Vielfalt der Insel in vollen Zügen genießen. Oft stauen sich aus Nordosten kommende Passatwolken an der Cumbre und liegen wie ein dicker Teppich zwischen den beiden Inseln. Da sie kaum jemals höher als 1.700 m steigen, bleibt der Süden Gran Canarias ohne Regen, der Norden dagegen ist grün durch die Feuchtigkeit. Dort weiden an den Hängen Schafe und Ziegen.

Einheimische Tiere, außer Eidechsen, Tauben und einige Raubvögel, gibt es nicht viele. Der Kanarienvogel fliegt in seiner Urform als unscheinbarer gelbgrüner Girlitz durch die Wälder. Kaninchen werden bejagt, größere Wildtiere gibt es nicht. Artenreicher ist dagegen das Meer. Schon beim Schnorcheln kann man eine Vielzahl kleiner Fische entdecken. Schwärme wagenradgroßer Mantarochen sonnen sich gelegentlich im Flachwasser. In den tiefen Gräben zwischen den Inseln tummeln sich unter anderem Sardinen, Barsche, aber auch riesige Thunfische und Haie. Manchmal treffen Ausflugsboote auf Delphinschulen.

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