Teneriffa,
die größte der Kanarischen Inseln zeichnet sich vor allem durch windige Küsten,
wilde Berge, riesige Bananenplantagen und lebhafte Städte aus, gekrönt von einem
mächtigen Vulkan in der Mitte der Insel.
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Schon aus großer Entfernung leuchtet
er einem entgegen und weist den Weg zu seiner Insel, deren Wahrzeichen er ist.
Hier oben ist alles anders. Hier herrscht er über eine bizarre Mondlandschaft
- der König der Vulkane, der Pico del Teide der mit 3.718 m höchste Berg der Kanaren
und sogar ganz Spaniens. Dass es in diesen südlichen Breiten ab 2000 m im Winter
schneit, ist nicht verwunderlich.
Doch Teneriffa hat natürlich noch vieles mehr
zu bieten: schwarze Sandstrände, Surfstrände, märchenhafte Kiefern- und Lorbeerwälder
im Norden der Insel, völlige Einsamkeit in dünner Höhenluft, Delphine im Atlantik
beobachten, durchfeierte Nächte, traditionelle Feste miterleben, durch moderne
Shoppingcenter spazieren, seltsame Pflanzen entdecken, Tauchen, durch enge Schluchten
klettern - das alles ist gleichermaßen möglich auf der mit 2.034 qkm größten und
vielfältigsten der sieben Inseln des »ewigen Frühlings«. Die Vegetation auf dieser
traumhaften Insel ist einzigartig: von der kanarischen Palme, über die beiden
Wolfsmilchgewächse Cardón und Tabaiba, den Teide-Natterkopf (Tajinaste), bis zur
Retama, eine weiß blühende Ginsterart, und Codeso, der gelbleuchtende Geißklee,
um nur einige zu nennen, ist hier eine unglaubliche Artenvielfalt vertreten. Mandelbäume,
Kakteen, Eukalyptus und sämtliche Obstbäume kamen dagegen erst mit den Eroberern
ins Land. Bananen, Wein und die bunte Blütenpracht der Ferienorte - von der Bougainvillea
über den Hibiskus bis zur Geranie - existieren hingegen nur dank ständiger Bewässerung.
Viele Besucher bekommen bei der Ankunft auf dem Flughafen Reina Sofía erst einmal
einen Schreck: Der Süden gleicht einer Wüste: rau und verdorrt. Staub weht über
verlassene Felder - Wasser, das wird deutlich, ist hier ein ebenso kostbares wie
seltenes Gut. Wer allerdings im Süden afrikanisches Klima befürchtet - der Schwarze
Kontinent ist ja nur gut 300 km entfernt - wird angenehm überrascht. »Ewiger Frühling«,
das bedeutet milde Temperaturen jahrein, jahraus. Warme Passatwinde und der eher
frische Kanarenstrom im Atlantik halten eine stete Balance.
Wer grüne Landschaften
nicht unbedingt vermisst, kommt im Süden von Teneriffa voll auf seine Kosten: Die beiden Städte
Los Cristianos und Playa de las Américas, die mittlerweile praktisch ineinander
übergehen entstanden in nur 40 Jahren. Hier wurde ein Urlaubsparadies auf vertrocknetem
Land geschaffen mit Apartmentanlagen, Hotels, Stränden und Freizeitparks die nur
wenige Wünsche der Urlauber offen lassen! Man trifft überwiegend auf junge Leute,
die den Süden Teneriffas als Partyzone entdeckt haben.
Im grünen Norden der Insel dagegen wehen beständig feuchte Winde in 600 bis 1700
m Höhe und stauen sich am zentralen Hochland. Die Wolken geben Schatten und wenn
sie sich abregnen, ist die Vegetation mit Wasser versorgt. In dieser Region ist
es immer ein paar Grade kühler als im Süden, doch hat gerade der Norden durchaus
seine Reize: Hier kann man die typisch kanarische Architektur, kleine Dörfchen,
die wunderschöne Altstadt von Puerto de la Cruz und noch vieles mehr bewundern,
man kann durch den traumhaften Mercedeswald wandern oder sich an einem der vielen
Strände einfach wohl fühlen.