Größe: 2.040m²
Einwohner: 600.000
Hauptstadt: Santa
Cruz de Tenerife (ca. 200.000 Einwohner)
Teneriffa, die größte
der Kanarischen Inseln zeichnet
sich vor allem durch windige Küsten, wilde Berge, riesige Bananenplantagen und
lebhafte Städte aus, gekrönt von einem mächtigen Vulkan in der Mitte der Insel.
Schon aus großer Entfernung leuchtet er einem entgegen und weist den Weg zu seiner
Insel, deren Wahrzeichen er ist.
Hier
oben ist alles anders.
Hier herrscht er über eine bizarre Mondlandschaft
- der König der Vulkane, der Pico del Teide der mit 3.718 m höchste Berg der Kanaren
und sogar ganz Spaniens. Dass es in diesen südlichen Breiten ab 2000 m im Winter
schneit, ist nicht verwunderlich.
Doch Teneriffa hat natürlich noch vieles
mehr zu bieten: schwarze Sandstrände, Surfstrände, märchenhafte Kiefern- und Lorbeerwälder
im Norden der Insel, völlige Einsamkeit in dünner Höhenluft, Delphine im Atlantik
beobachten, durchfeierte Nächte, traditionelle Feste miterleben, durch moderne
Shoppingcenter spazieren, seltsame Pflanzen entdecken, Tauchen, durch enge Schluchten
klettern - das alles ist gleichermaßen möglich auf der mit 2.034 qkm größten und
vielfältigsten der sieben Inseln des »ewigen Frühlings«. Die Vegetation auf dieser
traumhaften Insel ist einzigartig: von der kanarischen Palme, über die beiden
Wolfsmilchgewächse Cardón und Tabaiba, den Teide-Natterkopf (Tajinaste), bis zur
Retama, eine weiß blühende Ginsterart, und Codeso, der gelbleuchtende Geißklee,
um nur einige zu nennen, ist hier eine unglaubliche Artenvielfalt vertreten. Mandelbäume,
Kakteen, Eukalyptus und sämtliche Obstbäume kamen dagegen erst mit den Eroberern
ins Land. Bananen, Wein und die bunte Blütenpracht der Ferienorte - von der Bougainvillea
über den Hibiskus bis zur Geranie - existieren hingegen nur dank ständiger Bewässerung.
Viele Besucher bekommen bei der Ankunft auf dem Flughafen Reina Sofía
erst einmal einen Schreck: Der Süden von Teneriffa gleicht einer Wüste: rau und
verdorrt. Staub weht über verlassene Felder - Wasser, das wird deutlich, ist hier
ein ebenso kostbares wie seltenes Gut. Wer allerdings im Süden afrikanisches Klima
befürchtet - der Schwarze Kontinent ist ja nur gut 300 km entfernt - wird angenehm
überrascht. »Ewiger Frühling«, das bedeutet milde Temperaturen jahrein, jahraus.
Warme Passatwinde und der eher frische Kanarenstrom im Atlantik halten auf Teneriffa
eine stete Balance.
Wer
grüne Landschaften nicht unbedingt vermisst, kommt im Süden von Teneriffa voll
auf seine Kosten: Die beiden Städte Los Cristianos und Playa de las Américas,
die mittlerweile praktisch ineinander übergehen entstanden in nur 40 Jahren. Hier
wurde ein Urlaubsparadies auf vertrocknetem Land geschaffen mit Apartmentanlagen,
Hotels, Stränden und Freizeitparks die nur wenige Wünsche
der Urlauber offen lassen! Man trifft überwiegend auf junge Leute, die den Süden
Teneriffas als Partyzone entdeckt haben. Im grünen Norden der Insel dagegen wehen
beständig feuchte Winde in 600 bis 1700 m Höhe und stauen sich am zentralen Hochland.
Die Wolken geben Schatten und wenn sie sich abregnen, ist die Vegetation mit Wasser
versorgt. In dieser Region ist es immer ein paar Grade kühler als im Süden, doch
hat gerade der Norden durchaus seine Reize: Hier kann man die typisch kanarische
Architektur, kleine Dörfchen, die wunderschöne Altstadt von Puerto de la Cruz
und noch vieles mehr bewundern, man kann durch den traumhaften Mercedeswald wandern
oder sich an einem der vielen Strände einfach wohl fühlen.