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Teguise - Lanzarote - Ferienwohnungen und Ferienhäuser

Teguise LanzaroteTeguise bezeichnet sowohl eine der sieben Gemeinden von Lanzarote wie auch eine Stadt. Die Stadt Teguise war bis 1852 Inselhauptstadt und wurde dann von Arrecife abgelöst. Zur Gemeinde Teguise gehört das Chinijo-Archipel und unter anderem die Ortschaften Caleta de Famara, Charco de Palo, Costa Teguise, Guatiza, Los Valles, Mozaga, Tahíche, Tiuagua und Villa de Teguise.

Die Stadt Teguise wurde als königliche Stadt (Real Villa de Teguise) 1406 von Maciot de Béthencourt, dem Neffen von Jean de Béthencourt, gegründet. Der Ort trug vorher den Namen Acatife, doch Béthencourt ließ ihn nach seiner Frau umbenennen.

In der Callejon de Sangre (Blutgasse) findet man heute eine Gedenktafel, die an den schlimmen Überfall des Piraten Morato Arraez im Jahre 1568 erinnert. Bei dieser Plünderung wurden zahlreiche Bewohner umgebracht oder versklavt. Ein weiterer großer Überfall, bei dem die Stadt in Schutt und Asche gelegt worden war, ereignete sich 1618. Zum Schutz vor den Überfällen wurde daraufhin das Castillo de Santa Bárbara auf dem 435 Meter hohen Vulkan Guanapay errichtet. Diese Festung war allerdings nicht für die einfache Bevölkerung, sondern für die Adeligen, gedacht. Bei Überfällen flüchteten die einfacheren Bewohner der Stadt in die nahegelegene Cueva de los Verdes.

Heute kann man das Castillo über eine Asphaltstraße erreichen und wird oben mit einem außergewöhnlichen Ausblick über Teguise und die Umgebung belohnt. Sehr lohnenswert ist ein Spaziergang rund um den Vulkanschlot. Auf dem Kraterrand kann man ihn in etwa 15 Minuten umrunden und die phantastischen Ausblicke auf sich wirken lassen. Im Inneren der Festung befindet sich seit 1991 das Museum Museo del Emigrante, in dem man viel wissenswertes über die verschiedenen Auswanderungswellen, wie nach den schlimmen Vulkanausbrüchen im 18. Jahrhundert, erfahren kann. Hier werden im Original oder als Reproduktion Fotographien, Landkarten, Pässe und Briefe ausgestellt, die die Emigration der Bevölkerung nach Amerika dokumentieren. Im Sommer ist das Castillo täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Im Winter sind die Öffnungszeiten von montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr und am Wochenende von 10:00 bis 16:00 Uhr.

Durch aufwendige Restaurierungsarbeiten wurden viele der historischen Bauwerke wieder hergerichtet. Heute steht die gesamte Altstadt von Teguise unter Denkmalschutz. Es lohnt sich einfach durch die Straßen und Gassen zu schlendern und sich die verschiedenen Häuser und Bauwerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert anzusehen. Bei einem Spaziergang entdeckt man die kunstvollen, geschnitzten Holzportale und die üppig bewachsenen Innenhöfe, die von der Zeit erzählen als Teguise noch eine königliche Stadt war.

Eine der ältesten Kirchen der gesamten Kanaren ist die 1428 erbaute Kirche Iglesia de San Miguel, die sich an der Plaza de la Constitución in Teguise befindet. Sie ist Nuestra Señora de Guadalupe und Erzengel Michael geweiht. Mehrmals wurde sie bei Piratenüberfällen zerstört und erlitt bei einem Brand im Jahre 1909 großen Schaden. Dabei verbrannte auch das Archiv der Pfarrei. Als kleine Pfarrkirche war sie von dem Gründer der Stadt Maciot de Béthencourt erbaut worden. Der Kirchturm und die Fassade sind aus imposanten Naturstein errichtet.

Ebenfalls sehr sehenswert ist die Kirche Iglesia Vera Cruz aus dem Jahr 1750. In ihrem Inneren befindet sich eine Christusstatue, die in einer Kiste in der Bucht von Famara angeschwemmt worden sein soll.

Direkt bei dieser Kirche befindet sich die Schule Escuela de Artesana, in der unter anderem auch noch Timples hergestellt werden. Timples sind kleine, gitarrenähnliche Instrumente, die auf allen Kanareninseln gespielt werden. Timples sollen ursprünglich aus Teguise stammen.

Eine Galerie für zeitgenössische Kunst ist in dem alten Kloster Convento de Santo Domingo aus dem Jahre 1698 untergebracht.

In dem Franziskanerkloster Convento de San Francisco befindet sich heute ein Kulturzentrum für Konzerte und Ausstellungen. Die dazugehörige Kirche Iglesia de San Francisco stammt aus dem Jahr 1590 und ist der Madre de Dios de Miraflores geweiht. Sie wurde von Argote de Molina errichtet und beherbergt heute einige Gebeine von wichtigen Persönlichkeiten der Insel.

In unmittelbarer Nähe zur Kirche befindet sich das Museo Sacro, indem seit 1998 ein Museum mit verschiedenen religiösen Exponaten aus den Klöstern und Kirchen Teguises untergebracht ist.

Die größte Zisterne Lanzarotes, mit 40 Metern Durchmesser und 9 Metern Tiefe, befindet sich hinter der Kirche Iglesia de San Miguel. Sie befindet sich auf einem Platz unter dem es Lavagänge vom Vulkan Guanapay gibt, in denen sich das Regenwasser sammeln kann.

Gegenüber der Kirche Iglesia de San Miguel befindet sich das Museo Palacio Spinola, das heute offizielle Residenz des Präsidenten der Kanarischen Inseln ist.

Jeden Sonntag von 9:00 bis 14:00 Uhr herrscht in den Straßen von Teguise ein reges Markttreiben. Der Markt von Teguise zieht viele Besucher von der ganzen Insel an.

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